The Future Is Social

Social Media

24 Aug The Future Is Social

Facebook, YouTube, Twitter und Instagram sind aus dem modernen Kommunikations- und Freizeitverhalten nicht mehr wegzudenken. Würden wir alle noch so kurzen Momente, die wir beispielsweise schnell mal auf unsere Handys schauen, zusammenzählen, dann wären wir vermutlich schockiert, wieviel Zeit wir tatsächlich online verbringen – insbesondere, wenn wir diese Zeit mit unserem Konsum von Fernsehen oder gar herkömmlichen Printmedien spiegeln. Kurzum: Soziale Netzwerke sind still und heimlich ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags geworden.

Zwar mag der weltweite täglich TV-Konsum noch vor dem Internet liegen, jedoch darf man nicht übersehen, dass das Fernsehen einem leichten Abwärtstrend unterliegt, während der Online-Bereich ein nahezu exponentielles Wachstum zu verzeichnen hat, welches die traditionellen Medienformen vielleicht schon bald hinter sich lassen wird.

Warum also dann würdigen sich die Marketingabteilungen vieler Unternehmen dem Thema Social Media nur eher stiefmütterlich? Oft hört man die Zuständigen für digitales Marketing über ein knapp bemessenes Budget klagen, während die herkömmlichen Werbe- und Marketingabteilungen immer noch das größte Stück vom Kuchen abbekommen. Zahlen der PR-Agentur Faktenkontor und des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung in Hamburg zeigen, dass allein Facebook 70% der deutschen Internetnutzer ab 20 Jahren erreicht. Ein nicht unschlagkräftiges Argument für eine Neuverteilung des Budgets, vor allem vor dem Hintergrund, dass die jüngere Generation noch um ein Vielfaches onlineaffiner ist. Die vermehrte Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen auf Social-Media-Kanälen birgt ein gehöriges Potential, Bestandskundschaft über Unternehmen und Produkte auf dem Laufenden zu halten sowie auch Neukunden zu gewinnen. Vor allem können passgenaue Werbebotschaften anhand von Profildaten wie Alter, Geschlecht, Wohnort oder Vorlieben der Nutzer zielgruppenspezifisch gestreut werden. Es zahlt sich aus, nicht mehr nur den einen großen Werbespot zu haben, welcher Produkt und Marke optimal repräsentiert, sondern auch einzelne Kundengruppen individuell anzusprechen.

Die Möglichkeiten für Social-Media-Kampagnen sind nahezu unbegrenzt: alles geht, nichts muss. Oberstes Gebot ist lediglich eine hohe Qualität des Contents, da online natürlich eine wahre Datenflut über den Konsumenten hinwegfegt. Onlinemarketing-Aktivitäten brauchen ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Wichtig ist jedoch auch, sich nicht zu verkünsteln. Auf eigenen Social-Medien-Kanälen sind Marken, Unternehmen und Handel viel nahbarer als auf Werbeplakaten oder in TV- und Radio-Spots. Sie sind der heiße Draht in das Unternehmen selbst. Das soll natürlich nicht heißen, dass kein herkömmlicher Werbefilm beispielsweise auf Facebook oder Instagram geteilt werden kann, aber der soziale Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden. Beim Social-Media-Marketing geht es schließlich vor allem um die Interaktion mit den Endkunden.

Der Account eines Unternehmens muss die Gesamtheit der Mitarbeiter, Produkte und der Unternehmensphilosophie widerspiegeln und daher authentisch sein. Gewinnspiele, Q&A oder auch Aufrufe, Bilder oder Erlebnisse mit dem Unternehmen oder einem Produkt zu teilen, können Formen des Austauschs sein. Besonders beliebt ist auch der Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens oder eines Ladens. Hierbei gilt es vor allem, menschlich zu bleiben und beispielsweise Szenen aus dem Arbeitsalltag zu zeigen. Social Media bieten die Gelegenheit, Lustiges zu teilen, was in einem anderen Kontext eher deplatziert wirken würde. Dazu eigenen sich Fotostrecken, Videos oder gar Live-Streams. Einen Vorteil für den Kundendienst bieten außerdem Messaging Apps. Sie erlauben eine kostengünstigere und flexiblere Kontaktaufnahme mit Kunden. Natürlich bieten soziale Medien generell neben einer klassischen Werbeplattform auch einen Kanal zum Direktvertrieb von Waren. Auch eine Kooperation mit sogenannten Influencern (Social-Media-Bloggern mit großer Reichweite) kann eine Überlegung wert sein und die Popularität eines Produkts oder einer Marke steigern.

Für Marken wie auch für den Fachhandel stellen die sozialen Netzwerke ein Dorado an Möglichkeiten dar. Vordergründig mögen sie helfen, Aufmerksamkeit jenseits der traditionellen Medien zu erregen. Entscheidend bleibt aber der soziale Aspekt, die Kommunikation der Corporate Identity eines Unternehmens, einer Marke oder auch eines Geschäfts. Es wird dadurch nicht nur am eigenen Image gearbeitet, sondern vor allem auch Nahbarkeit erzeugt, was sympathiesteigernd wirkt und hilft, sich mit den Werten eines Unternehmens zu identifizieren, wodurch wiederum Stammkundschaft aufgebaut werden kann. Der stationäre Handel hat durch Social Media zudem die Gelegenheit, die Netizens auf die Vorteile des analogen Einkaufens hinzuweisen und somit neue Kundschaft zu akquirieren.

Die Chancen des Social-Media-Marketings sind zahlreich und schier grenzenlos, da jedes Unternehmen, jede Marke für sein eigenes Produkt und seine eigene Zielgruppe den richtigen Ton finden und dadurch neue Wege beschreiten kann. Beim Social-Media-Marketing ist für alle etwas dabei – und zwar auf beiden Seiten des Bildschirms. Worauf also noch warten? Let’s get online, let’s get social!

 

No Comments

Post A Comment